Das Theaterstück "Die Martinsklause"
Eine kurze Einführung von Max Reichenwallner
Die Handlung spielt im 12. Jahrhundert, als der Augustinermönch Eberwein Frymann mit einigen Brüdern vom Kloster Raitenbach zur Gründung des Klosters in den „Gaden“ beordert wurde. Die Gräfin Irmengard von Sulzbach hatte durch ein Gelübde den „Berchtes-Gaden“ dem Orden des heiligen Augustinus gewidmet. Damals zählte dieses Land nur einige hundert Bewohner, Hirten, Bauern, Jäger, Fischer und Handwerker, die im zähen Kampf mit der unwirtlichen rauen Natur ein armseliges Leben fristeten. Soweit die historische Tatsache.
Über diese Menschen herrschte damals mit grausamer Strenge ein Verwalter, genannt Spisar, Herr Waze von Falkenstein. Als einziges Recht im Gaden galt, was ihm und seinen Söhnen gefiel. Willkür und Unterdrückung waren seine Mittel. In seiner Herrschsucht nahm er auch Frauen und Mädchen wie es ihm passte. Darunter war Salmued. Sie war mit Eigel, dem Kohlmann versprochen. Ihr trieb es Waze allzu arg, worauf sie ihn mit einem Fluch verwünschte: „Einer wird kommen über dich, der soll dir vergelten, was du an mir getan hast“.
Die Anwesenheit der Gottesmänner, die durch Güte und Liebe das Vertrauen der unterdrückten Bevölkerung zu gewinnen suchten, erregte den Zorn Wazes.
Mit seiner ganzen Sippe zog der die Zügel noch fester, schreckte vor Mord und Gewalttat nicht zurück und verschärfte damit die Konfrontation zwischen Gut und Böse im Tal, zwischen den Anhängern Wazes und den Getreuen Eberweins........
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